Modul 1 – Psychosomatik verstehen & deine Symptome einordnen

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❤️ Modul 1 – Deinen Körper verstehen

Trauer verändert alles – auch deinen Körper.
Viele Menschen sind überrascht, wie stark körperliche Symptome plötzlich werden.
Schlaf, Herz, Verdauung, Atmung, Muskulatur, Konzentration – nichts fühlt sich gleich an.

In diesem ersten Modul schauen wir gemeinsam darauf, warum dein Körper so reagiert
und weshalb diese Symptome normal sind, sofern andere Erkrankungen ausgeschlossen werden können.


🌿 Was bedeutet Psychosomatik?

Psychosomatik bedeutet:
Dein Körper reagiert auf das, was du seelisch erlebst.

Unser Körper, unser Geist und unsere Seele – dein ganzes Bewusstsein – sind untrennbar miteinander verbunden.
Wenn du innerlich leidest, zeigt dein Körper es oft schneller, als deine Gedanken es begreifen können.

Vielleicht kennst du Sätze wie:

  • „Das liegt mir schwer im Magen.“
  • „Welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen?“
  • „Es ist eine schwere Last, die du trägst.“
  • „Worüber zerbrichst du dir den Kopf?“
  • „Was nimmt dir die Luft zum Atmen?“

Dein Körper ist nicht gegen dich – er versucht, dich zu schützen.
Er ist dein bester Freund!


🌿 Warum dein Körper so stark reagiert

Ein großer Verlust löst in unserem Nervensystem eine Art Schock aus.
Der Körper ist überlastet und – so wie du – im Ausnahmezustand.

Das führt häufig zu folgenden Symptomen:

  • Herzrasen oder Engegefühl
  • Magen- und Darmproblemen
  • Schwindel oder Benommenheit
  • Zittern, Schwitzen, Nervosität
  • Schlaflosigkeit oder extreme Müdigkeit
  • Faszien- und/oder Muskelschmerzen
  • Atemprobleme, Druck auf der Brust
  • Kreislaufprobleme oder Schwächegefühl

Dein Körper ist der Spiegel deiner Seele und zeigt dir genau,
wo du hinschauen darfst.


🌿 Dein Körper ist dein Verbündeter

Es kann für dich beängstigend sein, wenn du viele Symptome auf einmal bekommst (nicht jede*r ist davon betroffen).
Aber gerade wir Hochsensiblen – Empathen – uns trifft auch dieses oftmals mehr als andere –
oder besser gesagt: Wir nehmen mehr wahr, was ist und unser Körper spiegelt uns sehr schnell,
wo wir hinschauen sollen.

Dein Körper ist nicht dein Feind.
Er ist ein Verbündeter, der ruft:
„Bitte sieh hin. Ich brauche jetzt deine Fürsorge.“


🌿 Kleine Übung zum Verständnis deiner Symptome

Nimm dir 2–3 Minuten Zeit:

  1. Schließe die Augen und atme ruhig ein und aus.
  2. Spüre in deinen Körper hinein – ohne etwas ändern zu wollen.
  3. Frage dich: „Wo zeigt sich meine Trauer gerade körperlich?“
  4. Notiere dir 1–3 Empfindungen oder Symptome.
  5. Schreibe dahinter, wie stark sie sich anfühlen (z. B. auf einer Skala von 1–10).

Bewahre diese Notizen gut auf – wir greifen sie in den nächsten Modulen wieder auf.


🌟 Ausblick auf Modul 2

In Modul 2 schauen wir genauer darauf, wie dein Nervensystem auf Trauer reagiert,
warum du so erschöpft bist und weshalb sich dein Körper „anders“ anfühlt als früher.